Meine größte Herausforderung als Mutter-der Beitrag zu meiner Blogparade

Als ich dachte, wir hätten so ziemlich alles was es gibt hinter uns, stellten mich meine Kinder vor die größte Herausforderung überhaupt. 

Als ich diese Blogparade startete, habe ich absichtlich keine Vorgaben gemacht oder Leitfragen gestellt. Viele tolle Artikel gibt es bereits zu sehr unterschiedlichen Herausforderungen und viele spannende Beiträge stehen noch in den Startlöchern.

Die Herausforderungen, die auf Mütter zukommen und die sie meistern, sind oft ähnlich und doch wieder sehr unterschiedlich.

Auch ich habe hin und her überlegt, welche denn wohl tatsächlich meine größte Herausforderung war oder ist.

Wir haben wirklich bereits einige hinter uns. Meine Söhne sind jetzt 23 und 20 Jahre alt. In diesen 23 Jahren gab es vieles, was mir sofort zum Thema Herausforderung einfällt. Ich glaube, mit unserer Geschichte könnte ich sogar einige Bücher füllen.

Die Story im Schnelldurchlauf

Deshalb werde ich hier nur ein paar ganz kleine Ausschnitte erwähnen.

Angefangen bei den Herausforderungen des täglichen Lebens mit 2 kleinen aufgeweckten Burschen, mit extrem unterschiedlichen Charakteren. Einer ganz ruhig und der andere ein Hansdampf in allen Gassen. Der Große hatte es schon damals nicht ganz leicht mit den Gleichaltrigen, die mit seinen „seltsamen“ Spielideen nicht zurecht kamen. Die Kindergartenzeit lief, nach einigen Anlaufschwierigkeiten, fast normal. Der Große spielte noch immer lieber alleine und freute sich, als die Schule endlich los ging.

Hätte er vorher gewusst, was da so auf ihn zukommt, hätte er sich wohl nicht so gefreut. Angefangen von einer Klassenlehrerin, die ihn trotz Konzentrationsschwierigkeiten ganz nach hinten setzte, weil sie ihn einfach nicht mochte, bis hin zu Mobbing durch seine Mitschüler, war alles dabei. Trotzdem gingen die Grundschuljahre um und das Gymnasium rief.

Wieder große Freude, endlich da weg zu kommen. Bis Klasse 7 gab es dann dort nicht so viele Probleme. Mittlerweile hatte wir eine ADS- Diagnose (ohne Hyperaktivität) und konnten einiges tun. Es lief dann super bis wohl auch etwas Pubertät ins Spiel kam und Junior, sagen wir mal, abgelenkt war. Also plötzlicher Abfall, Klasse 9 wiederholen, um in der 2. Runde das Gymnasium doch zu verlassen und einen guten Realschulabschluss zu machen. In der Zwischenzeit stellte sich heraus, dass beide Burschen hochbegabt sind und Junior 1 völlig unterfordert war.

Auch bei Junior 2 trat dieses Phänomen auf, allerdings schon in der Grundschule. Er sprang dann, als erster dieser Schule überhaupt, von Klasse 3 in 4 und dann gleich aufs Gymnasium. Doch auch diese Maßnahme hielt nicht lange an und die Probleme gingen von vorne los.

Das alles waren nur einige der Herausforderungen, die ich neben 2 Scheidungen und teilweise alleinerziehend mit meinen Burschen so gemeistert habe.

 

Bis dahin hatten wir schon viel gekämpft und einiges zu meistern gehabt, aber die größte Herausforderung für mich als Mutter stand mir dann erst noch bevor.

Man bereitet sich im Laufe der Zeit auf einige Dinge vor. Dazu gehört auch etwas, was Müttern oft sehr schwer fällt: LOSLASSEN. Das Loslassen gehört dazu, wenn die Kinder die ersten Schritte tun, auch auf die Gefahr hin, dass sie auf die Nase plumpsen. Genauso wie es dazu gehört, sie eigene Erfahrungen sammeln zu lassen.

Ich wurde recht früh ins kalte Wasser geworfen. Meine Söhne haben mich das Loslassen gelehrt und zwar ordentlich.

Nachdem bei Junior 2 die Langeweile am Gymnasium auch wieder eingekehrt war, musste eine neue Lösung her. Schließlich sollte es ihm nicht so ergehen, wie Junior 1. Er selbst war es, der von einer Spezialschule für Fremdsprachen hörte. Wir fuhren hin und schauten uns alles an. Er beschloss sofort: da will ich hin. Bis dahin ist noch alles gut. Alle fanden es toll, vor allem der Bursche selbst.

Das Problem lag bei mir.

Um diese Schule besuchen zu können, musste er in ein Internat. Da das erste Schuljahr dort schon lief, mussten wir innerhalb einer Woche entscheiden.

Mir war es, als würde mir das Herz rausgerissen, er war immerhin gerade erst 10 geworden, aber wir entschieden uns dafür. Für die Schule und für ein glückliches Kind.

Das zweite Mal wurden meine Loslass-Qualitäten auf die Probe gestellt, als Junior 1 ein Auslandsschuljahr anvisierte. Mit 16 ging er für ein ganzes Jahr nach Brasilien. Ich glaube, das brauche ich nicht weiter auszuführen, jede Mutter weiß, was das heißt.

LOSLASSEN, ohne fallen zulassen! Das Wichtigste, was Mütter lernen müssen.... Klick um zu Tweeten

 

Sicher sind das extreme Beispiele, aber sie zeigen, wie wichtig es ist, dass wir Loslassen schon früh üben.

„Schaffe ich es, da hoch zu klettern oder nicht?“

….dürfen Kinder es nicht versuchen, werden sie nie herausfinden, ob sie es schaffen. Eigene Erfahrungen sammeln lassen und eigene Entscheidungen treffen lassen. So „üben“ Kinder schon früh, ein gutes Gefühl für ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Wir werden immer im Hintergrund sein und dann ein Netz zum Auffangen spannen, wenn es notwendig ist, nicht früher und nicht später. Wenn wir Mütter sie Stück für Stück loslassen, werden selbstbewusste junge Erwachsene aus ihnen, die wissen, was sie wollen und können.

 

Mir sind die Entscheidungen, meine Jungs gehen zu lassen, alles andere als leicht gefallen. Mir hat es das Mutterherz zerrissen. Außerdem war da auch immer die Angst, es könnte doch die falsche Entscheidung gewesen sein.

Doch aus heutiger Sicht konnte ich nichts Besseres für meine Jungs tun.

Sie sind selbstbewusst und gehen ihren Weg.

Und vor allem kommen sie immer wieder gerne nach Hause.

KeepCool 
 Daniela

P.S. Dir fällt Loslassen unglaublich schwer und du wünscht dir Unterstützung und Begleitung?
Dann melde dich HIER zu deinem kostenlosen Beratungsgespräch an! 

 

Weitere tolle Beiträge zur Blogparade sind schon online….

 

Beatrice Lührig von beatriceluehrig. de  „Was sind meine größten Herausforderungen als Mutter?

 

Jana Ludolf von janaludolf.com  „Grosse Kommunitkation“

 

Ana von reihenhausidyll.de “ Loslassen oder nicht? Meine größte Herausforderung als Mutter

 

Nina Küntzel von dreiplus2.de  “ Herausforderung – ein Text à la Kai Pflaume“

 

Petra Straß von kleinwirdgross.de „Meine grösste Herausforderung als Mutter“

 

Martin Feigenwinter von Martin Feigenwinter.com „Die grösste Herausforderung für Sportlermamas“

 

Vera Rosenauer von abenteuer-erziehung.at  „3 Herausforderungen, mit denen ich trotz bester Vorbereitung nicht gerechnet habe „

 

Nicole van Dieken von nicolevandieken.com „http://www.abenteuer-erziehung.at/news/113-meine-groessten-herausforderungen-als-mutter“

 

Verena von mamirocks.com „DIE WAHREN HERAUSFORDERUNGEN ALS MAMA“

 

Matthias Munk von matthias-munk.de „Meine größte Herausforderung als Vater“

 

Riki Wunderer von biglittlesteps „Ein Licht am Horizont 1“

 

Elke Dola von quovadix.de  Pubertät: Mütter und ihre größte Herausforderung – Blogparade

 

Susanne Petermann vom Stiefmutterblog: „Kinderlos = ahnungslos? Von der Frage nach leiblichen Kindern

Sonja Janda von Sonjas besondere Welt 

Joey von mamaswelt und ihre größte Herausforderung 

Yvonne von limalisoy.de und „Probleme sind zum lösen da“

Meike von TIEFENSUCHE Das große Glück der kleinen Dinge „Keep cool Mama, Du schafft das schon!“

Alicja Wiktoria von wiktoriaslife.com „Die größten Herausforderungen für mich als Mama

Nicole von mamaniniliebtundlebt.blogspot.de „Mama sein-kein einfacher Job“

Anja Riemer-Grobe von praxis-zukunftschancen.de „Mama werden ist nicht schwer – Mama sein dagegen …“

Petra Prosoparis von prosoparis.com  „Ich Selbst sein – Meine Größte Herausforderung als Mutter“

Comments

comments