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Entspannt und gelassen, ein freundliches Lächeln im Gesicht und viel Geduld für die Kinder. Auch in brenzligen Situationen die Ruhe bewahren und souverän reagieren. Sich weder vom Kind noch von anderen nerven oder provozieren lassen. So eine richtige Löwenmutti eben, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt und gegebenenfalls ihre Jungen verteidigt.

 

Du aber bist eher gereizt, gestresst und in Sekunden auf der Palme. Du wirst dann laut und schreist sogar dein Kind an und das kommt leider auch ziemlich oft vor. Hinterher bereust du es und liegst manchmal am Abend im Bett und fühlst dich gar nicht gut.

 

Diese Löwenmütter bewunderst du und wünschst dir ein klitzekleines bisschen, du wärst wie sie manchmal.

 

Erstmal ganz vorneweg: keine Mama ist immer so, wie ich es eben beschrieben habe. Jeder Mutter reißt irgendwann einmal der Geduldsfaden und jede hat auch mal einen schlechten Tag. Wenn das nicht all zu oft ist, dann ist das auch nicht schlimm, das können Kinder ganz gut ab und wissen auch, dass Mama mal schlecht drauf sein kann und darf.

 

Manche schaffen es doch ziemlich oft und scheinbar auch ganz locker, gelassen und geduldig zu bleiben.

Wie machen die das bloß?

Haben sie einfach nur bravere Kinder oder sind die Kinder so entspannt, weil Mama es ist?

 

Ich würde sagen, das ist eine Art Kreislauf, der entsteht. Es gibt Dinge, die gelassenere Mütter tatsächlich anders machen, das beeinflusst natürlich auch das Verhalten ihrer Kinder.

 

Was ist es nun, was den Unterschied macht?

 

  1. Gelassene Mütter haben eine klare Linie

 

Sie wissen was ihnen wichtig ist und machen daraus kein großes Ding. Sie vermitteln es durch Klarheit und Sicherheit. Wenn ihnen z.B. Höflichkeit wichtig ist, dann hacken sie nicht ständig darauf herum, sondern sind selbst so, also ein Vorbild. Das ist ja ganz einfach! Ja klar! Die kleine Schwierigkeit dabei ist nur, auch bei dieser Kleinigkeit eine klare Linie zu haben. Heißt für dieses einfache Beispiel, ich bin zu ALLEN Leuten höflich und mache da keine Unterschiede.

Genauso ist das bei allen anderen Dingen auch. Was zu mir gehört, muss ich nicht erzwingen.

Sie handhaben die grundsätzlichen Dinge immer gleich. Nicht heute so und morgen anders und umgekehrt.

So gebe ich meinem Kind einen sicheren Rahmen.

 

 

  1. Sie geben nicht dem Druck von außen nach

 

Sie denken nicht ständig daran, was andere Leute sagen/denken könnten. Sie sind nicht ständig auf der Hut, was Oma jetzt davon halten könnte, wenn Junior noch Schokolade am Mund oder das T-Shirt ein Fleck hat. Oder, ob die Nachbarin die neue Frisur toll findet oder meint, dass Mädchen in dem Alter noch keine Haare färben sollten.

Bist du im Kopf ständig mit solchen Dingen beschäftigt, gerätst Du schnell unter Druck und das führt zu Spannungen und Unsicherheiten und du verlierst das Gefühl dafür, was wirklich wichtig für dein Kind ist.

 

  1. Sie wollen nicht jedem alles recht machen

 

Das fängt bei der Außenwelt an und geht gleich bei ihnen selbst weiter.

Das Bild von der perfekten Frau und Mutter hängt ziemlich fest. Und wenn wir ganz ehrlich sind, auch in jeder von uns, zumindest ein bisschen. Gelassene Mütter eifern aber nicht immer diesem Bild nach, sondern suchen für sich das Beste heraus. Und zwar das, womit sie sich am wohlsten fühlen. Das nimmt ihnen den Druck und gibt gleichzeitig Kraft für die Dinge, die sie und ihre Familie brauchen.

 

  1. Gelassene Mütter haben klare Regeln

 

Das müssen gar nicht viele sein und schon gar nicht wie beim Militär.

Wenige, aber für dich sinnvolle Regeln. Eine unausgesprochene Regel ist z.B. auch, die Zahnbürste kommt nach Benutzung in den Becher und nicht ins Klo oder wohin auch immer. Ganz einfach, weil es Sinn macht und eben so ist. Das muss keiner in Frage stellen oder gar diskutieren. Oder, wir sitzen beim Essen alle am Tisch, es wird nicht damit umhergelaufen oder zwischendurch weggelaufen. Das ist eben einfach so und wurde bei uns schon immer so gemacht. Wieder kein in Frage stellen, keine Diskussion. Ich muss mich dann auch weder über Krümel am Boden, noch über Nutella auf der Couch beschweren.

So entsteht ein sicherer Rahmen und das auch noch völlig stressfrei.

Welche deine Regeln sind, ist ganz allein deine Sache.

 

5.Gelassene Mütter sind zuverlässig

Und zwar in Wort und Tat. Ihre Kinder können sich auf ihr Wort verlassen und das gibt Sicherheit und Gelassenheit, auch für das Kind. Heißt zum einen, dass angekündigte Dinge und Versprechen eingehalten werden (also immer gut überlegen, was du versprichst). Das gilt im Positiven, wie im Negativen. Kündigst du an, wenn du nicht aufisst, wird morgen schlechtes Wetter und dann ist es nicht so, glaubt dir auch das kleinste Kind bald nicht mehr.

Zum anderen ist die Zuverlässigkeit auch bei alltäglichen Dingen wichtig. Bekommt Junior an einem Tag sein Butterbrot in die Hand gedrückt und darf damit durch die Gegend laufen und am nächsten Tag ist das plötzlich wieder absolut verboten, kann das nur verwirren und Kinder stressen. Und gestresste Kinder stressen Mütter, das ist nun mal so.

 

  1. Reden, Reden, Reden

 

Nein nicht auf das Kind einreden 😉

Mit deinem Partner/deiner Partnerin, immer wieder über alles mögliche reden. Um ungefähr an einem Strang zu ziehen, ist es wichtig, dass man sich einig ist. Das funktioniert aber nur, wenn beide gut informiert sind und sich ein Bild machen können. Wenn man Probleme auch mal ausdiskutiert und schöne Erlebnisse miteinander teilt.

 

  1. Gelassene Mütter können loslassen

 

Sie lassen zu, dass ihre Kinder eigene kleine Persönlichkeiten sind und unbedingt ihre eigenen Erfahrungen machen müssen. Viele gute und auch ein paar schlechte. Auch aus nicht so tollen Erfahrungen kann man etwas lernen und sollte es sogar.

Also loslassen und eigene Dinge erleben lassen, sind Grundlagen für eine gesunde Entwicklung und gutes Selbstbewusstsein. So lernt man seine Stärken kennen und nutzen und lernt, dass noch ganz viel Tolles in einem steckt.

 

  1. Gelassene Mütter vergleichen ihre Kinder nicht mit anderen

 

Jedes Kind ist anders und ist eine eigene kleine Persönlichkeit und die sollte es auch bleiben. Es soll keine Mischung aus dem so überaus freundlichem Nachbarskind, der so ordentlichen Tochter der Freundin und dem fleißigen Streber vom Ende der Straße werden. Auch in diesen Kindern steckt vielleicht ein kleiner Faulpelz, ein wilder Rabauke oder eine zickige Tussi. Man sieht aber für den Moment nur das „Positive“. Mir stellt sich die Frage, ist das überhaupt positiv? Das ist es doch nur dann, wenn es genau zu diesem Persönchen gehört.

Vergleiche setzen dich und dein Kind unter Druck und schon bist du wieder weit weg von der gewünschten Gelassenheit.

 

  1. Sie vergleichen sich nicht mit anderen Müttern

Kinder großzuziehen ist keine Challenge! Es geht es nicht darum, wer ist die beste Mutter ist, dafür gibt es später keinen Orden! und auch keine Medaille für das schönste und klügste Kind oder die glänzendste Wohnung.

 

Die beste Mutter bist du schon und zwar genau für dein Kind und nichts anderes! Du musst nicht so gut sein, wie andere, du musst nur gut für dein Kind sein.

 

  1. Gelassene Mütter vertrauen sich und ihren Mutterinstinkten und vertrauen ihrem Kind

 

Vertrauen beruht immer auf Gegenseitigkeit und ist unglaublich wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Mein Kind muss mir 100% vertrauen können und dadurch diesen wichtigen sicheren Rahmen bekommen, der ihm dann wieder Sicherheit und Selbstvertrauen gibt.

 

  1. Gelassene Mütter wecken ihre kleine Egoistin manchmal 😉Sie gönnen sich auch einmal etwas für sich und wenn es nur ein paar Minuten sind. Einfach mal entspannen und den Kopf leer machen, um Kraft und Energie für die nächsten Herausforderungen als Mutter zu sammeln.

 

Das waren die wichtigsten Punkte, die gelassene Mütter anders machen. Du musst natürlich nicht sofort alles umkrempeln, vielleicht ist die eine oder andere Sache dabei, mit der du starten kannst.

Die „schnellste Wirkung“ und einen freieren Kopf für die anderen Dinge erzielst du sicherlich mit Punkt 11 😉

Als Beispiele habe ich ganz bewusst die ganz kleinen alltäglichen Dinge ausgesucht, weil es genau damit anfängt und genau dort der Grundstein gelegt wird.

 

 

KeepCool 
 Daniela

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Lektorat: Almut Switalla (Schreibcoach)
Foto: Fotolia

 

 

Mehr über darüber, was gelassenen Mütter anders machen, erfährst du in meiner Aufzeichnung vom Webinar
„10 Dinge, die gelassenen Mütter anders machen“ im anschließenden Video….

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