Beim Wort Pubertät stehen schon vielen Eltern die Haare zu Berge. Es geht ein Stöhnen oder ein Seufzer durch die Runde, wenn das Wort fällt.

Sätze wie: „Oh je, davor graut es mir schon.“ oder „Ach ihr Armen, hoffentlich ist es bald vorbei.“ sind da noch harmlos. Entsetzen und Bedauern stehen in den Gesichtern der „Nicht- oder Noch- Nicht- Betroffenen“. Wovon wird hier eigentlich geredet? Pest? Cholera? Schweinegrippe?

 

Da fällt mir nur eins ein: „Haaaaalllllloooo, Pubertät ist keine Krankheit!“

 

Unsere Kinder verändern sich und das ist ganz natürlich und einfach nur normal. Sie bleiben nicht ewig klein. Auch geht es nicht schwups und sie sind groß und erwachsen. Das haben wir allerdings alle vorher gewusst.

Ich muss zugeben, als meine Jungs geboren wurden, habe ich ein bisschen die Mütter bedauert, deren Kinder schon groß waren und gehofft, dass ich noch ganz viel Zeit haben werde. Natürlich sind meine auch größer geworden ;-), mittlerweile sogar schon erwachsen. Und weißt du was? Es ist toll. Es toll zu sehen, was aus ihnen geworden ist. Es war toll zu sehen, wie sich alles entwickelt hat. Es ist so toll, dass ich das erleben durfte und darf!

Das hört sich an, als hätten wir DIE Traumpubertät gehabt, oder als hätten wir sie ausgelassen. Also doch: schwups erwachsen? Nein, ganz sicher nicht.

 

Bei uns gab es jede Menge Pubertät und zwar mit allem Drum und Dran. Mit Stimmungsschwankungen und Rumgezicke, chaotischen Zimmern und ständigem Gedächtnisverlust. Die Schule war auch bei uns über einen größeren Zeitraum schlichtweg eine Katastrophe, vor allem beim Großen. Beim Kleinen hatte ich schon etwas mehr Erfahrung und konnte das Ruder etwas früher herumreißen. Eigentlich war er es sogar, der mich erst darauf brachte, wie das funktioniert. Aber das ist ein Thema, was hier zu weit führen würde. Allerdings habe ich meine ganze Erfahrung und zusätzlich mein Fachwissen geballt und ein Programm entwickelt, welches auch euch zeigt, wie es gehen kann. Mehr Infos zum Programm bekommst du, wenn du das Bild anklickst…

Trotzdem oder gerade deshalb, war es eine schöne Zeit. In dem Moment, wo du verstehst, dass es eben keine Krankheit ist, sondern ein besonders wichtiger und spannender Abschnitt im Leben deines Kindes und auch in deinem Leben, wird sich einiges ändern.

Pubertät ist aufregend und besonders spannend, manchmal auch stressig, aber nichts Schlimmes, sondern ganz natürlich und wichtig!

Dieser Abschnitt und das, was du deinem Kind vorher schon mitgegeben hast, machen aus ihm/ihr den Menschen, der er/ sie einmal sein wird, bzw. werden jetzt die größten Grundsteine geformt.

Daraus kann dein Kind gestärkt hervor gehen und seinen Weg finden und du auch.

Was ist dazu wichtig?

Vertrauen

Zuerst einmal das Vertrauen in dich selbst. Vertraue darauf, dass das, was du deinem Kind beigebracht und mitgegeben hast, es für immer prägen wird. Auch wenn es in der Pubertät manchmal nicht so aussehen mag, dennoch sind diese Grundwerte immer da und kommen auch wieder zum Vorschein. Du hast dein Bestes gegeben und das wird dein Kind, auch wenn es erwachsen ist, immer begleiten. Du hast einen tollen Beitrag geleistet.

Darauf zu vertrauen, ist die Grundvoraussetzung für….

Loslassen

Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass dein Kind sich selbstständig entwickeln kann. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo es sich ablöst von dir und der Familie. Das muss es tun, um seine eigenständige Persönlichkeit entwickeln zu können. Gib ihm den Raum, den es dafür braucht. Erweitere den Rahmen Stück für Stück und den Bedürfnissen deines Kindes entsprechend. Der Rahmen soll immer soweit da sein, dass er Halt gibt, aber nicht einengt. Tust du das nicht und der Rahmen ist zu eng, wird dein Kind um so energischer dagegen ankämpfen. Ist er aber gar nicht da, besteht die Gefahr, dass es fällt. Schau also genau hin und höre genau hin, dann kannst auch du LOSLASSEN, OHNE FALLEN ZU LASSEN.

Dafür musst du…

Deinem Kind vertrauen

Nur wer Vertrauen schenkt, bekommt das auch zurück. Außerdem gibt Vertrauen Selbstvertrauen. Also wenn du deinem Kind einiges zutraust, z.B. auch, Entscheidungen zu treffen, kann es Selbstvertrauen entwickeln und diese Dinge auch tatsächlich lernen.

Akzeptiere, dass du kein Baby mehr hast.

Dein Kind wird immer mehr zu einer eigenständigen Persönlichkeit werden, mit eigener Meinung und eigenem Kopf. Das kann durchaus eine ganz andere Meinung sein, als du sie hast. Auch wenn du es „besser“ weißt, akzeptiere das so oft wie möglich.

Wenn du die für euch richtige Dosis findest, diese Dinge zu mischen, wird die Pubertät vielleicht turbulent und aufregend, aber ganz sicher wird es auch toll, deinem Kind dabei zuzuschauen und dabei sein zu dürfen, wie es sich zu einem erwachsenen jungen Menschen entwickelt.

KeepCool 
 Daniela

P.s. Du hast ähnliche Erfahrungen gemacht? dann berichte in einem Kommentar davon!