Helfen im Haushalt, ein immer wieder kehrendes Thema, gerade wenn man Kinder in der Pubertät hat. Eltern sind genervt, fühlen sogar ausgenutzt und die Kids versinken im Chaos und finden das überhaupt nicht schlimm, von freiwilliger Hilfe ganz zu schweigen.
Das ist nicht immer ganz leicht zu händeln, deshalb gibt es dazu heute Tipps direkt von einer Expertin von Cleanipedia, ganz exklusiv nur für KeepCoolMamas.

 

Warum Kinder frühzeitig mit im Haushalt einbezogen werden sollten

 

Pixabay

Wünschst du dir auch einen gemütlichen Abend in einer ordentlichen Wohnung? Als Mutter ziehst du aus der Hausarbeit einen echten Nutzen. Deinen Kindern dagegen ist es meist vollkommen egal, ob die Wohnung unordentlich oder aufgeräumt ist, ob das dreckige Geschirr vom Vortag noch auf der Spüle steht oder nicht. Die Sprösslinge verfügen über die Fähigkeit, sich auch im größten Chaos wohl zu fühlen. Dass ein Großteil der Hausarbeit an den Müttern hängen bleibt, ist keineswegs selbstverständlich. Viele Frauen gehen zusätzlich zu Hausarbeit und Kindererziehung noch einem Beruf nach und so wird die Doppelbelastung schnell zu viel. Wünschst du dir, dass andere Familienmitglieder dir helfen und ihr die dadurch gewonnene Zeit gemeinsam genießen könnt? Kinder sollten schon früh lernen, wie viel Arbeit hinter sauberer Wäsche oder einem gedeckten Frühstückstisch steckt. Mit zunehmenden Alter, kann auch die Erstellung eines Putzplans hilfreich sein.

 

Mitarbeit schon früh fördern

 

Es wird als pädagogisch wertvoll angesehen, wenn Kinder schon früh in Haushaltsaufgaben mit einbezogen werden. Denn dies stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch das Verantwortungsgefühl und Kinder werden früher selbständig. Auch der Teamgeist wird bei der Mitarbeit gefördert. Da es vielen Eltern schwer fällt, Haushaltsaufgaben bei ihren Kindern durchzusetzen, ist es am sinnvollsten, dies auf spielerische Weise zu tun. Schon Kleinkinder können Spielzeug in Spielzeugkisten einräumen, Gemüse waschen und Blumen gießen. Je jünger dein Kind ist, umso mehr verursacht die Arbeit deine Mithilfe. Doch die Geduld wird sich langfristig auszahlen. Denn ein Kind, das als Kleinkind das Besteck aus der Spülmaschine in die Schublade räumen durfte, findet es als Grundschulkind ganz selbstverständlich, die gesamte Spülmaschine auszuräumen.

Pixabay

 

 

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr

 

Grundsätzlich sollten Kinder möglichst früh mit einbezogen werden, auch wenn sie noch keine wirkliche Hilfe sind. Allerdings sollte immer darauf geachtet werden, dass die aufgetragenen Aufgaben für die Kleinen machbar und altersgerecht sind. Es ist ratsam, nicht über die Köpfe der Kinder hinweg zu entscheiden, was sie wann erledigen sollen. Das gilt sowohl im jungen Alter, als auch für Heranwachsende. Denn wenn dein Kind mit den Aufgaben über- oder auch unterfordert ist, macht es keinen Spaß sondern ist sehr frustrierend.

3- bis 6-Jährige Kinder sollten beispielsweise lernen, das Zimmer selber grob aufzuräumen, denn selbst im Kindergarten finden die Bauklötze den Weg nicht allein zurück in die Spielkiste. Zuhause können die Kinder dir in der Küche zur Hand gehen, indem sie helfen dürfen, den Tisch zu decken und wieder abzuräumen. Kinder ab 6 Jahren sollten die Eigenverantwortung für ihr Kinderzimmer langsam übernehmen und Aufgaben, wie das eigene Bett machen, weitgehend selbstständig erledigen. Ebenso können und sollten 6 – bis 10-Jährigen kleinere, aber feststehende Aufgaben übertragen werden. Das kann sein, den Geschirrspüler ein- und auszuräumen, beim Abtrocknen zu helfen oder den Müll hinauszubringen.

 

Balance zwischen Freiräume und Regeln in der Pubertät

 

In der Pubertät sind die Heranwachsende meist mit alles andere beschäftigt, als mit den Aufgaben, die im Haushalt anfallen. In dieser Phase ist es oft besonders schwierig, das Kind dazu zu bewegen, mitzuhelfen. Trotzdem sollte dem Pubertierenden nicht alles abgenommen werden, nur um Ärger und Diskussionen aus dem Weg zu gehen. In dieser Altersphase ist es hilfreich, einen Putzplan zu erstellen und diesen einzuführen. Dieser sollte zusammen mit den Kindern erstellt werden und zwar so, dass die Aufgaben realistisch gestaltet sind und die Heranwachsende, diese auch tatsächlich bewerkstelligen können. Im Alter von 10 bis 16 Jahren können Kinder sich zum Beispiel eigenverantwortlich um das Frühstück oder das Abendessen kümmern können – gerade dann, wenn es keine warmen Speisen zum Abendessen gibt. Auch können ihnen nach und nach Aufgaben übertragen werden, wie beispielsweise das Bügeln der eigenen Kleidung.

Da sich in der Pubertät ein neuartiges Bewusstsein für die eigene Identität entwickelt, leiden die Teenager unter einem starken Unsicherheitsgefühl, was sich in extremen Gefühlsausbrüchen widerspiegelt. Wichtig ist es deshalb, bereits früh auf den Fähigkeiten deiner Kinder zu vertrauen und ihnen Aufgaben zu überlassen, um die sie sich selbstständig kümmern können – auch wenn das Ergebnis wahrscheinlich nicht immer perfekt ist. Regeln sollen zwar einen Rahmen für das Zusammenleben bilden, diese aber gleichzeitig nicht allzu einschränkend sein. Gewisse Grundregeln, wie zum Beispiel, dass dreckiges Geschirr gleich aufgeräumt wird und es nicht im Zimmer anhäufen darf, müssen natürlich eingehalten werden. Für andere Aufgaben ist es sinnvoll, den Teenagern einem Zeitfenster zu überlassen, in dem sie selbstständig entscheiden können, wann sie die Aufgabe erledigen.

Tamara von Cleanipedia

 

 

 

 

 

——–

Bildnachweise:

https://pixabay.com/en/waste-trashcan-waste-management-384790/

https://pixabay.com/en/fall-leaves-clean-up-autumn-season-678492/