Juuuuuhuuuuuuu Sommerferien. 6 Wochen sind sie nun zu Hause, die lieben Kleinen. Endlich auch mal Zeit, was gemeinsam zu machen und so richtig das Familienleben zu genießen. Sommer Sonne, Strand oder Pool, wandern in den Bergen, Abenteuer im Freizeitpark, einen tollen Urlaub machen, egal ob in fernen Ländern oder zu Hause. Einfach was zusammen machen, was unternehmen und Spaß haben und das Leben mit der Familie genießen. Da freuen sich alle schon das ganze Jahr drauf.

Doch dann passiert es, es kommt ganz plötzlich und meist unerwartet….dein Kind hat keinen Bock darauf. Was ist denn nun passiert? Ihr hattet doch immer Spaß und alle fanden es toll.

 

Zunächst bist du traurig und überlegst, was du falsch gemacht haben könntest. Du machst dir sogar Sorgen und grübelst, wo der Haken ist, aber du kommst nicht drauf. Bisher hat immer alles so gepasst.

Recht schnell kann das dann aber auch in Wut umschlagen, schließlich reißt ihr euch das ganze Jahr den A…. auf, damit Eure Hoheit alles bekommt und ihr ihm oder ihr einen schönen Urlaub bieten könnt. Doch was macht dieses undankbare Kind? Es nölt nur rum, hat keine Lust auf gar nichts und hockt den ganzen Tag mit dem Handy in seinem Zimmer und das vielleicht sogar im schönsten Hotel weit und breit. Nicht nur das: das Ganze ging schon vor dem Urlaub los. „Äääääähhh ich hab keine Lust…“ , “ ich kenne da keinen…“ , “ Ich geh da nur hin, wenn es auch WLAN gibt.“

Um so mehr du versuchst, Überzeugungsarbeit zu leisten, desto schlimmer wird es noch.

 

Aber man kann doch nicht so seine Ferien verplempern? Nein, das sollte man nicht, das ist richtig, aber man sollte sie auch nicht damit verplempern, sich ständig über irgendetwas aufzuregen. Das macht den Frust nur größer und bringt außerdem überhaupt gar nichts!

 

Es ist einfach so, dass hier die Pubertät auch zugeschlagen hat und wir dann entsprechend unsere Strategie etwas verändern sollten. Das ist gar nicht so schwer, wenn du dir ein paar Punkte zu Herzen nimmst….

 

  1. Lass dein Pubertier auch mal in Ruhe

 

Im Zimmer rumlümmeln und nichts machen, erfüllt das starke Bedürfnis nach Ruhe. Du musst es gar nicht unbedingt verstehen, aber zeitweise einfach akzeptieren. Dinge wie, draußen ist doch so tolles Wetter oder der tollste Ausflug, der herrlichste Strand und die beeindruckenden Berge, sind in dem Moment für dein Pubertierchen völlig uninteressant. Die ständigen Hinweise auf die tollen Dinge sind da komplett für die Katz und nerven nur. Damit erreichst du sicher nicht, was du möchtest, sondern bekommst dafür nur noch mehr Augenrollen und Genöle.

Hat es aber ohne ständiges Genöle (ist dann nämlich auch nichts anderes) von deiner Seite, genug „geruht“, kommt es von ganz alleine, du wirst sehen 😉

 

  1. Schule wirklich außen vor lassen.

 

Ferien sind zum Erholen da! Die wurden extra dafür erfunden, damit die Kinder sich in regelmäßigen Abständen erholen können. Also oberstes Gebot: mindestens 5 der 6 Wochen geht es nicht um Schule!!!

Auch wenn es reizt, die Kinder Dinge nachholen zu lassen, die vielleicht verpasst wurden oder nicht so gut waren, weil doch jetzt so viel Zeit dazu ist. Das ist nicht ok und auch schädlich. So können sich die Kinder nicht wirklich erholen und bekommen den Kopf nicht frei und das ist wirklich wichtig. Nur erholt können sie das neue Jahr fit und voll einsatzfähig starten.

 

3. Erwartungen überprüfen

 

Auch ein Punkt, der hier wieder ganz wichtig ist.

Du hast eine Vorstellung davon, wie tolle Ferien und ein toller Urlaub aussehen sollen. Aber das sind eben DEINE Vorstellungen.Die, der anderen und eben auch die von deinem Kind können da ganz andere sein. Da wir ja nun schon wissen, dass die Vorstellungen von Pubertierenden selten denen von ihren Eltern ähneln, wundern wir uns auch nicht, dass es in diesem Fall auch so ist. Nun können wir uns entscheiden, ob wir unbedingt wollen, dass sie sich fügen und wir Stress verursachen oder wir können zumindest ab und zu akzeptieren und jedem Ferien auf seine Weise gönnen.

 

  1. Versuche zu verstehen

 

Wie auch bei vielen anderen Dingen, die mit der Pubertät so auf dich zukommen, wird es einfacher, wenn du schaust, warum die Dinge so sind und versuchst sie zu verstehen. Dein Kind hat Ferien und die sind zum Erholen da. Erholen tut sich aber jeder auf seine Weise. Die Einen mögen schwimmen, die Anderen tauchen und der Nächste liebt wandern und Rad fahren und manch einer liegt einfach nur stundenlang am Strand herum. Und Pubertiere sind auch bei schönstem Wetter und tollstem Programm oft eher lichtscheu und ziemlich faul 😉

 

  1. Keine Bedingungen stellen

 

„Wenn du nicht…., dann fahren wir in den Ferien nicht nach…Trallala …!“ Uuuhhhh ganz gefährlich.

Das kann erstens dazu führen, dass die Junioren in den „ich hab sowieso keinen Bock auf Trallala-Modus“ verfallen. Aber noch schlimmer ist, dass du, wenn die Bedingung nicht erfüllt wird, vor einem großen Problem stehst. Du musst nun entscheiden, ob es tatsächlich nicht nach Trallala geht und damit evtl. alle die A…Karte haben, oder ob du inkonsequent wirst und es geht trotzdem hin.

Deshalb rate ich da einfach mal grundsätzlich davon ab.

Genauso allerdings auch, wenn es um Dinge geht, die nur dein Kind betreffen, also wenn es zum Beispiel ohne euch nach Trallala wollte. Dann ist das, wenn die Bedingung dafür nicht erfüllt wurde, auch schwierig. Wir Mamis neigen dann nämlich dazu, dass es uns leid tut, wenn wir Junior nun nicht weg lassen und drücken dann nochmal ein Auge zu. Auch das kannst du gleich damit umgehen, indem du einfach keine solche Bedingungen stellst. Motivieren geht anders, aber das ist ein anderes Thema.

 

  1. Gruppenreise mit anderen Teenies

 

Ja ich weiß, der Gedanke ist komisch und es fällt uns Mamas nicht ganz leicht, aber es ist eine mögliche Lösung. Lass dein Kind (was ja nun nicht mehr so klein ist) seine eigene Reise machen. Es gibt da wirklich tolle Möglichkeiten, die super organisiert sind. Dort erleben die Kids die Dinge, die sie wirklich toll finden und eben mit ganz vielen anderen, die das gleich Problem mit ihren Eltern haben 😉 Auf jeden Fall hocken sie nicht stundenlang in irgendwelchen Zimmern rum und ziehen lange Gesichter.

 

  1. Nerv nicht ständig

 

Du machst es nicht besser, wenn du ständig hinterher läufst und versuchst, dein Kind aus der Reserve zu locken. Es wird nur auf Durchzug schalten und noch mehr nörgeln.

Mal ganz ehrlich, wenn an mir ständig jemand herumredet und mich versucht aus der Reserve zu locken und mich versucht zu überzeugen von Dingen, die ich jetzt eben gerade nicht mag, oder mich sogar dazu zwingen möchte, dann ist der Ofen aus und ich habe erst recht keine Lust mehr.

 

 

In diesem Sinne, wünsche ich euch tolle und erholsame Sommerferien.

KeepCool 
 Daniela

Du machst dir Sorgen, wie es nach den Ferien weiter geht? 

Dir reicht es und du bist dieses tägliche Theater rund um die Schule satt?

Du hast keine Lust mehr zu drängeln, predigen, erinnern, kontrollieren?

Du machst dir Sorgen, dass dein Kind sich seine Zukunft verbaut?

P.S. Wie läuft das bei euch so mit den Ferien? Teile es uns in den Kommentaren mit!

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