Auch starke Mütter haben Ängste

Die Angst vorm Alleinsein

 

Wie alles beginnt

Die Natur hat es so eingerichtet, dass wir von Anfang an eine enge Mutter Kind Bindung haben. Kaum sind die Kleinen da, möchten wir sie nie mehr hergeben.

Wir möchten alles für sie tun. Wir geben wirklich alles und noch mehr.

Jeden Tag machen wir uns um viele Dinge Gedanken. Das fängt beim Stillen an, soll ich es tun, oder doch lieber die Flasche geben? Wird mein Kind satt und bekommt es alles was es braucht? Ernähre ich mich richtig, dass mein Kind wirklich gesund aufwächst und alles bekommt, was es braucht.

Welcher Kindergarten ist der richtige, musikalische Frühförderung ja oder nein oder doch lieber zum Sport. Schließlich brauchen sie ja viel Bewegung. Aber musikalisch ist es auch. Es heißt ja immer früh übt sich… und so weiter. Man soll ja Talente ganz früh fördern und ich will nur das Beste für mein Kind und das es alle Wege offen hat. Außerdem will ich es optimal ernähren. Bio Nahrung ja oder nein oder vielleicht doch lieber vegetarisch? Kurz: wir geben wirklich alles und das jeden Tag, vom ersten Tag an.

Hört sich doch super an, bis jetzt, wo soll das Problem dabei sein?
Das Problem ist, wir geben alles doch vergessen uns selbst.

 

Du bist Mutter und Frau, eine eigenständige Person die auch Bedürfnisse hat.

Natürlich ist es unser oberstes Bedürfnis, dass es unseren Kindern gut geht. Dafür würden wir immer alles tun.

Doch vergisst du dabei, für dich zu sorgen und auch zu schauen dass es dir gut geht, wirst du irgendwann diese Aufgaben nicht mehr erfüllen können.

Also ist es auch wichtig für dein Kind, dass du an dich denkst und danach schaust,

dass es dir gut geht.

 

Die Angst vorm Alleinsein

 

Viele opfern sich so auf und gehen in ihrer Rolle so extrem auf, dass sie irgendwann der Gedanke beschleicht, was ist denn wenn meine Kinder aus dem Haus sind? Was ist wenn sie irgendwann ausziehen, um zu studieren, eine Ausbildung anzufangen, heiraten oder warum auch immer. Was ist, wenn das Haus plötzlich leer ist.

Schon früh, schleicht sich immer wieder dieser Gedanke ein. Das kann bis zu einer wirklich große Angst vor dem Alleinsein führen, bis hin zu depressiven Verstimmungen. Die natürlich auch für das Kind und die ganze Familie belastend sind.

 

Niemand macht mehr Dreck und Haushalt, keiner knallt Türen und zickt herum. Lieblingsessen kochen musst du nur noch ab und an, wenn die Junioren mal wieder vorbei schauen. Manchmal hat dich das tierisch genervt, doch der Gedanke, dass es diese Dinge nicht mehr gibt, ist auch unerträglich?

 

Was kann ich tun?

Zunächst einmal kannst du dir ganz bewusst von Anfang an immer wieder klitzekleine Auszeiten nehmen. D.h. wenn dein Baby schläft, wird nicht geputzt desinfiziert und poliert, sondern du DARFST dir gerne einen Kaffee nehmen oder was immer du magst und gönnst dir eine kleine Pause. Diese Pause ist nur für dich. Auch DARFST du ohne schlechtes Gewissen mit deinem Partner oder einer Freundin ins Kino gehen. Natürlich brauchst du dann einen Babysitter klar.

Auch das ist schon frühzeitig eine Übung zum Loslassen. Jemandem anderen vertrauen und das Kind für kurze Zeit auch einmal in andere Hände geben. So wirst du mit der Zeit immer entspannter und kannst diese Angst, dein Kind abzugeben oder jemand anders anzuvertrauen, Stück für Stück zumindest reduzieren.

Schaffe dir eine klitzekleine Welt die für dich ist, unabhängig von deiner Familie oder schaffe sie dir auch innerhalb der Familie, indem du darauf bestehst auch Zeit für dich zu haben, auch ein Buch lesen zu dürfen, abends die Beine hoch legen zu dürfen eben einfach auch mal ein bisschen Zeit für dich zu haben.

Vergesse niemals, dass du auch eine Frau mit Bedürfnissen bist.

Aber nicht das du denkst, jetzt hab ich schon wieder was verpasst. Schon wieder einen Fehler gemacht, mein Kind ist schon größer, was tun. Natürlich kannst du jederzeit damit anfangen. Überlege dir was macht dir Spaß. Mach dir eine Liste schreibst es auf, dann kannst du gegebenenfalls sogar abhacken, was du von den Dingen die dir Spaß machen, schon getan hast.

Wenn dann dein Kind flügge wird und anfängt Dinge ohne dich zu tun, dann hast du in der Zwischenzeit eine Aufgabe. Du hast in der Zwischenzeit Spaß und musst dich nicht grämen und dir Gedanken machen, was ist wenn mein Kind irgendwann gar nicht mehr da ist.

 

Du kannst dir das jetzt gerade überhaupt nicht vorstellen? Vielleicht macht es dir das etwas leichter:

 

Versuche dir klarzumachen und denk einmal drüber nach:

Warum wollte ich denn Kinder?

Wollte ich Kinder damit sie von mir abhängig sind und ich von Ihnen. Das ich ohne sie den ganzen Tag um mich rum zu haben, gar nicht leben kann.

Wollte ich, dass sie von mir abhängig sind?

Wollte ich nie wieder ich sein? Nie wieder eine eigene Persönlichkeit die nie wieder etwas für sich tun wollte?

 

ODER:

Möchte ich mein Kind zu einer selbstbewussten starken Persönlichkeit zu erziehen?

Ich möchte es anschauen und platzen vor Stolz, Freude und Glück.

Möchte ich nicht, statt einem Muttersöhnchen oder einer Prinzessin, ein Kind

erziehen, das weiß was es will und dass seine Fähigkeiten nutzen kann?

 

Die Liebe zwischen Mutter und Kind ist eine ganz natürliche Verbindung, sie entsteht nicht über Selbstaufgabe… Klick um zu Tweeten

 

Fazit:

Achte von Anfang an auf dich und deine Bedürfnisse. Schaffe dir kleine Inseln, die mit der Zeit zu Tagen und Wochen werden. So stärkst du dich und dein Kind.

 

Das hat zwei riesen Vorteile!

Der Erste:

wenn dein Kind in die Pubertät kommt und langsam flügge wird, dann wirst du den Spagat zwischen loslassen und Sorge um dein Kind viel besser und gelassener hinbekommen.

 

Der zweite Vorteil:

ist, dass du keine Angst haben musst, dich irgendwann alleine zu fühlen. Du kannst dein Kind in die Welt ziehen lassen, ohne Angst zu haben in ein Loch zu fallen. Du wirst auch diese Zeit für dich wieder genießen können.
Du wirst stolz auf deine Kinder sein und dich tierisch freuen, wenn sie ab und zu sehr gerne nach Hause kommen.

Übe dich im LOS LASSEN, dann fühlst du dich nicht irgendwann verlassen!

KeepCool
Deine Daniela

 

P.S. Du möchtest diene Angst in den Griff bekommen und starke, selbstbewusste Kinder in die Welt entlassen? Dann schreib mir HIER .

 

 

 

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