Foto: Jonas Larbig

Lektorat: Almut Switalla

 

Eine Coaching-Kollegin und mittlerweile gute Freundin, Kiwi Pfingsten, hat zur Blogparade aufgerufen. Thema:

„Wenn Türen sich öffnen“

Das Bild

Sie selbst schreibt, dass sie oft das Bild, einer, ein kleines Stück geöffneten Tür, vor Augen hat. Natürlich bildlich gesehen, in verschiedenen Lebenssituationen.

Dann stellt sich die Frage: hindurch gehen oder nicht? Was erwartet mich dahinter?

Ich glaube, diese Frage stellt sich jedem sehr oft im Leben. Gehe ich hindurch oder mache ich die Tür lieber wieder zu. Beides kann sinnvoll sein.

Die größte Tür

Mir kam sofort der Gedanke, dass Frauen, wenn sie Mutter werden, mit ganz viel Mut eine riesen Tür aufstoßen und hindurch gehen. Es ist wohl eher ein Tor, was sie aufstoßen. Sie betreten durch dieses Tor sozusagen eine neue Welt.

Ich selbst kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, als ich durch diese Tür gegangen bin. In der Schwangerschaft hatte ich natürlich so meine Vorstellung davon, wie das Leben mit Kind dann sein würde. Doch in dem Moment, als ich mein Kind das erste mal im Arm hielt, wusste ich, dass ich es mir nie hätte vorstellen könnnen.

Eine Mutter wächst mit ihren Aufgaben

Viele Herausforderungen waren zu meistern, das war klar, aber wie man an dieser Aufgabe, Mutter zu sein, wächst, hätte ich niemals vermutet. 

Eins, oder sogar mehrere Kinder groß zu ziehen, ist die herausforderndste und verantwortungsvollste Aufgabe überhaupt. Es kommen jede Menge Türen, vor denen man steht und entscheiden muss:“Geh ich hindurch oder nicht?“. Das erfordert von Müttern, die diese Entscheidung nicht nur für sich selbst treffen, sondern dabei auch immer für das Kind mitentscheiden müssen, jede Menge Kraft und Mut.

Welche Tür ist die richtige? 

Da gibt es tausende wichtige und nicht ganz so wichtige Entscheidungen zu treffen. Da liegen auch die Prioritäten bei jedem woanders.

Eine der wichtigen Entscheidungen, die eine Mutter für sich, aber immer mit dem Auge auf ihr Kind, treffen muss, ist, wie es beruflich mit ihr weiter geht. Auch da öffnen sich viele Türen und Möglichkeiten und es müssen jede Menge Faktoren mit einbezogen werden.

Einige entscheiden sich, komplett aus dem Job auszusteigen und ausschließlich für die Familie da zu sein. Andere gehen früher oder später in ihren alten Job zurück. Und wieder andere schwenken komplett um und bauen sich ein eigenes kleines Business auf, wo sie Kinder und Arbeit super miteinander verbinden können.

Diese Tür war für mich die Richtige…

Ich selbst bin damals in meinem Job geblieben. Dazu muss ich sagen, ich hatte gerade erst meine Ausbildung beendet und somit gab es für mich gar keine andere Frage.

Irgendwie kam ich auch gar nicht auf die Idee, etwas anderes machen zu wollen. Zum einen mochte ich meine Arbeit und zum anderen waren die Möglichkeiten eher nicht so ausgereift wie heute.

Fest stand allerdings, dass ich nicht mehr als halbtags arbeiten wollte. Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass das eine sehr gute Entscheidung war, was ich so, zum damaligen Zeitpunkt, nicht ahnen konnte.

Meine besonderen Aufgaben

Es entwickelte sich alles „etwas“ anders als gedacht. Man wächst mit seinen Aufgaben, wie ich im Laufe der Jahre mit meinen Kindern festgestellt habe. Das meine ich übrigens sehr positiv.

Ja, wir haben viele Jahre mit einigen Besonderheiten, wie ADS-Diagnosen, Mobbing schon in der Grundschule, Hochbegabung, Schulen, die für uns nicht geeignet waren und vielem mehr, zu tun gehabt. Doch ich muss sagen, trotz der oder vielleicht sogar wegen der vielen Kämpfe, die wir ausgestanden haben, öffneten sich einige Türen, durch dir wir mutig hindurchgegangen sind. Dieser Mut, hindurchzugehen, hat uns aus heutiger Sicht allen eine Menge gebracht.

Aus meinen Söhnen sind mittlerweile tolle erwachsene Burschen geworden. Sie wissen, wie sie ihren Weg finden. Sie gehen genauso mutig durch einige der Türen, die sie für sich vorher geöffnet haben.

Meine besten Türöffner

Mir ist mittlerweile klar, dass sich auch mir durch meine Kinder viele Türen geöffnet haben. Sie haben auch mir die Möglichkeit gegeben, mich zu entwickeln, an meinen Aufgaben zu wachsen und für etwas zu kämpfen.

Eine große Tür, die ich geöffnet habe, um meine Erfahrungen als Mutter weiter zu geben, war der Start von KeepCoolMama. Meine Kinder waren gerade in Ausbildung und Abiturvorbereitungen, da startete ich ein Studium zum Psychologischen Berater. Schnell wusste ich, dass ich Müttern zur Seite stehen möchte. Sie unterstützen und stärken möchte, damit auch sie den Mut finden, neue Türen zu öffnen, Türen für sich und ihre Kinder. Ich möchte ihnen helfen, Wege zu finden, um stressige Situationen meistern zu können und den Türen zu vertrauen- sich etwas zuzutrauen und loszulassen, wenn es an der Zeit ist, etwas zu finden.

 

 

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Falls die Tür mal klemmt…

Wenn allerdings zu viele Faktoren von außen kommen, wird der Mutterinstinkt manchmal etwas geschwächt und der Weg zur Tür wird zum Labyrinth. Dann kann ich da sein, um den Weg zur Tür aus dem Labyrinth heraus zu finden. Manchmal braucht es dafür einen Wegbegleiter. Auch ich hatte einige davon, denen ich heute noch sehr dankbar bin. Ja, es erfordert auch Mut, Hilfe anzunehmen. Für manche ist es ein Zeichen von Schwäche oder das Gefühl, versagt zu haben. Ich halte es für sehr mutig und stark, wenn die Tür mal klemmt, hole ich mir ja auch einen Fachmann, der mir hilft.

Was, wenn es die falsche Tür ist? 

Ich möchte zum Abschluss noch eine Frage beantworten, die Kiwi den Teilnehmern der Blogparade gestellt hat.

„Hast du schon mal bedauert, durch eine Tür geschritten zu sein?“ Nein, das habe ich noch nie!

 

Selbst wenn ich im Moment das Gefühl hatte, dass es keine gute Entscheidung war, eine bestimmte Tür geöffnet zu haben oder dachte, einen Fehler gemacht zu haben,so habe ich immer etwas aus der Situation gelernt.

Auch als Mutter kann es passieren, dass ich eine „falsche“ Tür öffne, das muss aber nicht der Weltuntergang sein. Mütter sind auch nicht unfehlbar und müssen es auch nicht sein. Ganz im Gegenteil: ein Kind, was mit einer unfehlbaren Mutter aufwächst und nie mit kleineren und größeren Herausforderungen konfrontiert wird, kann als Erwachsener nie zurecht kommen.

 

Es erfordert oft viel Mut von einer Mutter, durch eine Tür zu treten, wenn sie nicht weiß, was sie und ihr Kind dahinter erwartet. Doch wenn sie ihren Mutterinstinkt und ihr Bauchgefühl einsetzt, wird dieser Mut belohnt werden.

 

KeepCool

Deine Daniela

 

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